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Norwegen ist heute ein beliebtes Urlaubsziel für alle, die nicht unbedingt den Sand in allen Körperöffnungen und den Sonnenbrand von Kopf bis Fuß fühlen müssen. Einige wichtige Persönlichkeiten kommen aus dem Land im Norden Europas. Aber Wie ist Norwegen zu dem geworden, was es heute ist. Eine Reise in die Vergangenheit…

Vom Urknall bis zu den Fjorden

Ja, beim Urknall hat auch Norwegen angefangen, auch wenn es da wahrschienlich noch ein wenig anders aussah als heute. Nachdem sich die Erde abgekühlt und Pangäa schon in “Inseln” (unter anderem die heutigen Kontinente) aufgeteilt hatte, stießen vor ca 400 Millionen Jahren die Landmassen Laurentia und Baltica aufeinander. Dabei entstand durch die Auffaltung ein neues Gebirge: Die Skanden waren geboren, die Norwegen, Schweden und Finnland heute auszeichnen. Durch die Schmelze nach der Eiszeit trug das herabstürzende Wasser auf seinem Weg ins Meer Steine ab und die Fjorde entstanden, die für Norwegen heute so charakteristisch sind.

Norwegischer Fjord

Foto: Tinglestan

Die ersten Menschen

Werkzeugfunde aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass Norwegen etwa um 10.000 v.Chr. besiedelt gewesen sein muss. In der Bronzezeit schlugen die Germanen in den Tälern und an der Küste ihre Lager auf, was man heute durch ihre Felszeichnugen belegen kann. Im 9. Jahrhundert wurden zum ersten Mal alle Kleinkönigtümer zu einem Wikinger-Reich zusammengefasst, das jedoch wieder zerfiel, sodass im 11. Jahrhundert die Dänen das Land besetzen konnten. Damit wurde im bisher heidnischen Land das Christentum vom Festland “importiert”. Aus dieser Zeit der Christianisierung stammen auch die vielen Holzkirchen, die bis heute ein Wahrzeichen Norwegens darstellen.

Wikinger

Foto: sd98fw897r

Unabhängigkeit

Über Jahrhunderte eine dänische Provinz, die mit ihren reichen Bodenschätzen die dänische Staatskasse zum klingen brachte, ging Norwegen durch die dänische Niederlage in den Napoleanischen Kriegen an Schweden, die aber eine norwegische Verfassung akzeptierten, die übrigens teilweise bis heute gültig ist. 1905 erklärte die Nationalbewegung die komplette Unabhängigkeit, eine Volksabstimmung sprach sich für den Erhalt der Monarschie aus. Haakon VII, der zweitgeborene dänische Prinz, dessen Mutter ihm einen Anspruch auf den Thron vererbte, erhielt die Königskrone, die er durch die beiden Weltkriege bis 1957 besaß. Er trat für die Neutralität der skandinavischen Länder in diesen Kriegen ein, organisierte aber nach der Besetzung Norwegens durch deutsche Truppen den Widerstand und war Kopf der Exilregierung in London. Heute ist sein Enkel Harald König von Norwegen.

Carl von Norwegen

Foto: esther1616

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